Mittwoch, 6. Mai 2020

CORONA & KRISE | Stoppt die Offensive der Bosse!

Die Corona-Pandemie hat die soziale Katastrophe ins Rollen gebracht, die schon seit Jahren in den Geschäftsbüchern der Banken und Konzerne, der Blasenbildung auf dem Aktienmarkt und der anhaltenden Überproduktion brodelt. Denn was wir erleben ist keine „Corona-Krise“, sondern eine zyklische Krise des Kapitalismus, deren Ausmaß noch schwer zu ermessen ist. 

Und während die Medien voll sind von der Corona-Pandemie, werden massive Stellenstreichungen angekündigt, Werkschließungen durchgeführt wie bei Voith in Sonthofen, werden Arbeitsrechte ausgehebelt wie mit der Verordnung zur 60-Stunden-Woche und massive soziale Kürzungen durchgesetzt. Noch nie zuvor haben so viele Betriebe Kurzarbeit (was nichts anderes ist, als eine über Sozialabgaben bezuschusste Lohnkürzung) angemeldet, wie vergangenen März (...) 

Mittwoch, 22. April 2020

GESCHICHTE DER ARBEITERBEWEGUNG | Zum 150. Geburtstag W. I. U. Lenins

„Was der Figur Lenin eine solche Bedeutung verleiht, waren nicht seine persönlichen Charaktereigenschaften – auch wenn diese sicherlich eine Rolle spielten – sondern in erster Linie die Schärfe, mit der er in der Lage war, das Programm des revolutionären Marxismus auf eine neue historische Situation anzuwenden und der heldenhaft kämpfenden Arbeiterklasse mit einer entschlossenen Strategie zum Sieg über Zarismus und Bourgeoisie zu verhelfen.
Wir verteidigen das Erbe Lenins, als einen der wichtigsten Revolutionäre der Weltgeschichte. Wir hoffen, dass sein Erbe und das Erbe Leo Trotzkis auch heute einen wertvollen Beitrag leisten kann zum Aufbau revolutionär-marxistischer Parteien der Arbeiterklasse und für ein Programm, das den Umsturz der Klassengesellschaft ermöglichen wird.
2020 stehen wir an einem Umbruchpunkt in eine neue Zeit. Corona-Pandemie und Wirtschaftskrise haben der gesamten Weltbevölkerung die Bedeutung des Ausspruchs „Sozialismus oder Barbarei“, des Totalversagens der kapitalistischen Klassengesellschaft vor Augen geführt.
In den kommenden Monaten und Jahren werden wir international weitere Kriege, aber auch ein Anwachsen von Massenkämpfen und revolutionäre Situationen erleben. Nichts wird so bleiben, wie es heute ist.
Setz dich mit uns ein für die Verbreitung des Marxismus und den Aufbau der Kämpfe der arbeitenden Bevölkerung und Jugend.
Es gab nie eine bessere Zeit, Marxist zu werden!“

Dienstag, 21. April 2020

AUS DEM BETRIEB | Die Kollegen von Voith Sonthofen beweisen: Trotz Corona – Streiken ist möglich

Am vergangenen Samstag wurde in der Allgäuer Zeitung berichtet, dass die Kollegen des Getriebeherstellers Voith in Sonthofen zu 98 Prozent für einen unbefristeten Streiks gegen die geplante Standortschließung gestimmt haben.[...]

Wir brauchen ein, zwei viele Sonthofens, und weitere Betriebe und Branchen, die stillstehen und für die Erhaltung aller Stellen und Löhne, für die Einstellung der Kurzarbeit und die Reduzierung der Arbeitszeit auf 30 Stunden kämpfen.

Zum ganzen Text

Sonntag, 19. April 2020

ARTIKELREIHE: URSACHEN DER KRISE | Teil II

Heute veröffentlichen wir den zweiten Teil unserer Artikelreihe zu "Finanzkrise und Überproduktion" aus dem Jahr 2008, geschrieben von unserem spanischen Genossen Juan Ignacio Ramos.
Die Artikelreihe ist für die heutige Krise sehr lehrreich und liefert einen guten Einblick in die marxistische Krisentheorie.
Es gab nie eine bessere Zeit, Marxist zu werden!

GRIECHENLAND | Corona-Pandemie trifft auf jahrelange Kürzungspolitik!

(Auf dem Foto: Griechische Krankenhausbeschäftigte demonstrieren gegen die Bedingungen während der Corona-Pandemie)
"In Griechenland sind momentan 2.192 Corona-Infektionen bestätigt, 102 Menschen sind bereits gestorben (Stand 16.04.). Das totgesparte Gesundheitssystem ist nicht in der Lage, die Last der Corona Pandemie zu tragen. Die jetzige Situation verdeutlicht auch, unter welchen verheerenden Umständen die Menschen in den Flüchtlingslagern wie beispielsweise in Moria auf Lesbos leben.
(...)
Die Sparpolitik der EU ist verantwortlich!
Die jetzige Situation ist das desaströse Ergebnis der neoliberalen Austeritätspolitik, die Griechenland durch die EU und vor allem durch die Wirtschaftsmacht Deutschland aufgezwungen wurde. Zwischen 2009 und 2019 wurden die Ausgaben im griechischen Gesundheitssektor halbiert, von 16,2 Milliarden auf acht Milliarden Euro. Der Anteil des Bruttosozialproduktes, der in den Gesundheitssektor investiert wird, wurde von sieben auf weniger als fünf Prozent gesenkt, der niedrigste Wert in Europa. Es wurden 13.000 Ärzte und mehr als 25.000 Angestellte des staatlichen Gesundheitsdienstes gekündigt. 54 von 137 Krankenhäusern und 350 Polikliniken wurden geschlossen und das Budget der übrigen Krankenhäuser wurde auf 40 Prozent des vorher verfügbaren Finanzvolumens gekürzt. Krankenhäusern fehlt es an Personal, Material und Geräten, die Kindersterblichkeit und die Suizidrate haben sich erhöht.
Das ist nicht nur der jetzigen konservativen Regierung unter Mitsotakis geschuldet, sondern auch Tsipras und Syriza, die der untragbaren, kapitalistischen Politik der EU nachgegeben haben und so die griechische Arbeiterklasse verraten haben. Menschen können sich oft keine Arztbesuche oder Medikamente leisten. Die Lebensstandards und Arbeitsbedingungen sind für das Gros der Bevölkerung katastrophal.
Das ist die Situation in einem „entwickelten“ EU-Staat. Um diese Zustände zu beenden, muss mit der Austeritätspolitik gebrochen werden. Es braucht eine sozialistische Partei, die für die Bedürfnisse und Interessen der arbeitenden Menschen, der Jugend und der „Risikogruppen“ kämpft. Statt rassistischer Spaltung und dem Elend an den Grenzen müssen die Fluchtursachen bekämpft werden. Stopp allen Waffenlieferungen in Konfliktgebiete, Schluss mit den imperialistischen Militäreinsätzen!
Wir müssen die gemeinsamen Interessen der griechischen Arbeiterklasse und der Geflüchteten auf den Inseln betonen. Wir haben einen gemeinsamen Feind: die Bosse der multinationalen Banken und Konzerne und ihre Politiker, die uns gegeneinander aufhetzen, während sie gleichzeitig unser aller Arbeit ausquetschen!"

Mittwoch, 15. April 2020

ARTIKELREIHE | Ursachen der Wirtschaftskrise

Die Bundesregierung spricht von "Corona-Krise" - wir wissen: bei der heutigen Krise handelt es sich um eine tiefgehende Krise der kapitalistischen Wirtschaftsproduktion.
Schon in der Vergangenheit haben derartige Krisen ins Elend, während sich andere weiterhin bereichern.
den Verlauf der Geschichte einschneidend geändert. Ohne sie wäre das Jahr 1933 anders verlaufen, sie mischen die Karten unter den Weltmächten und Klassen neu, verursachen den Ausverkauf ganzer Landstriche und stürzen Massen 
Die Abläufe in der Weltwirtschaft sind komplex - aber sie sind in der Lage, das Leben von uns allen, die Politik in unserem Land und unsere Geschichte einschneidend zu verändern.
So lange der Kapitalismus existiert, wird sich daran nichts ändern. Niemand - kein Anhänger Ludwig Erhards, John Maynard Keynes oder Adam Smiths - kann den Kapitalismus zu etwas reformieren, was er nicht ist - zu einer gesunden, krisen- und klassenlosen Gesellschaft. Das ist nur unter dem Banner des Sozialismus, der Arbeiterklasse möglich.
Wir denken: die heutige Krise zeigt uns mehr denn je, dass die Abschaffung des Kapitalismus nicht nur wünschenswert, sondern objektive Notwendigkeit geworden ist.
Es hilft, die Krisen unserer Zeit zu verstehen - und das ist nur mithilfe des Marxismus möglich. Um es euch zu erleichtern, haben wir eine Artikelreihe unseres Genossen Juan Ignacio Ramos aus dem Jahr 2008 übersetzt, die sehr treffend die Ursachen der Krise von 2008/9 bespricht und auch auf die heutige Krise gut anzuwenden ist. Die Artikelreihe soll einen Einblick geben in die marxistische Krisentheorie.
Wir sagen: Es gab nie eine bessere Zeit, Marxist zu werden!

Montag, 13. April 2020

SOZIALISMUS FÜR DEUTSCHLAND | ...und weltweit!

In wenigen Worten: warum die heutige Krise und die Coronapandemie Ausdruck eines Kapitalismus im Niedergang sind, was Ähnlichkeiten und Unterschiede zu 1930 sind, warum der Kapitalismus uns nichts mehr anzubieten hat und warum "soziale Marktwirtschaft" zur hirnrissigen Utopie, Sozialismus und demokratische Planwirtschaft aber realistisch, möglich und so nötig wie noch nie sind.
Kurzer Ausschnitt:
"Es ist kaum mehr vorstellbar, in welchem Maß die kapitalistische Profitlogik zu sozialer Zerstörung und Verschwendung führt. Sehen wir uns den Arbeitsmarkt an: per ministerialer Verordnung wurden aktuell die 60-Stunden-Woche und der 12-Stunden-Tag eingeführt – eine Zerstörung von arbeitsrechtlichen Standards, die vor über 100 Jahren in Deutschland eingeführt wurden! Zur gleichen Zeit werden bis Ende des Jahres leicht 2 Millionen und sehr wahrscheinlich deutlich mehr auf Kurzarbeit gesetzt.
Laut offiziellen Zahlen – die einige Langzeitarbeitslose, Hausfrauen und –männer und Menschen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nicht einrechnen – waren in den letzten 10 Jahren (2009-19) im Schnitt 2,8 Millionen arbeitslos. Geht man davon aus, dass ein durchschnittlicher Beschäftigter 213 Tage im Jahr arbeitet, bei 8 Stunden am Tag, so sind schon laut der offiziellen (schöngerechneten!) Arbeitslosenstatistik in den letzten zehn Jahren 47.712.000.000 Arbeitsstunden – sprich 28.000.000 Arbeitsjahre eines einzelnen Arbeitenden – rein durch Arbeitslosigkeit verschwendet worden. Dazu kommen nun weitere etliche Stunden, in denen Menschen in die Kurzarbeit oder Zwangsteilzeit geschickt werden, weil sie für ihren Konzern keine Profite erwirtschaften können, oder auf geringer Stundenzahl in der Zeitarbeit arbeiten. Stunden, die bitter gebraucht würden – dazu braucht man sich nur einmal marode Straßen, zerfallende Schulen und geschlossene Apotheken in den ärmeren Regionen unseres Landes, die Unterversorgung der Alten und Armen und das kaputt gesparte Gesundheitssystem ansehen!"
Es gab nie eine bessere Zeit, Marxist zu werden!